[Rezension] Sebastian Haberland - Solange wir uns erinnern

Solange wir uns erinnern (Kindle Single) - Sebastian Haberland
Beschreibung: 
Sarah ist seit einem Jahr tot. Noch immer hat Gregor den Verlust seiner Frau nicht überwunden, und obwohl seine Therapeutin ihm davon abrät, geht er an Sarahs erstem Todestag in den Park, in dem sie sich einst kennenlernten. 
Johanna ist seit fünfundzwanzig Jahren alleine. Ihr Mann wurde als politischer Gefangener in der DDR hingerichtet, und seit ihrer eigenen Inhaftierung hat sie auch die gemeinsame Tochter nie wieder gesehen. Um die Erinnerung an die Familie am Leben zu erhalten, besucht sie den Park, in dem sie früher mit ihrem Mann und ihrer Tochter spielte. 
Als Gregor und Johanna auf einer Bank ins Gespräch kommen, ahnt keiner von beiden, dass sie viel mehr verbindet als der Verlust eines geliebten Menschen.
 
Details:
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 1380 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 50 Seiten
Gleichzeitige Verwendung von Geräten: Keine Einschränkung
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch
ASIN: B00W5TY6YK
 
Eigene Meinung:
Das Cover ist an sich etwas schlicht gehalten, aber das ist an sich nicht schlimm, aber es ist eben kein Cover, dass gleich zum näher ansehen einlädt, aber es passt absolut zur Geschichte. 
Die Farbkombination im Cover ist aber sehr gelungen, die Liebe verbindet beide Charaktere und daher ist das Cover in dieser Hinsicht wirklich gut gewählt.
Johanna und Gregor sind zwei Mensschen, die einfach mitten in ihrer Trauer sind, auch wenn ihre Verluste in verschiedenen Zeiten spielen, aber beide haben eine bewegtes Leben hinter sich und sie trauern, sie trauen um die Menschen, die sie verloren haben.
Johanna ist in ihrem Leben immer wieder mit dem Schicksal konfrontiert wurden, dabei spielt auch der Hintergrund der DDR und der Willkür des Behörden der DDR eine Rolle. Sebastian Haberland streift diese Themen aber nur in dem Umfang, wie er ihn für die Geschichte braucht, also bleibt man an Johannas Lebensgeschichte. 
Gregor ist in tiefer Trauer und man hat an sich das Gefühl, dass er auch durch den Tod von Sarah gebrochen ist, gebrochen durch das Leben und den Verlust und an sich will er ihr nur nah sein.
Beide Charaktere begegnen sich im Park und beginnen einfach zu reden, was für beide vielleicht zu Beginn gar nicht so angedachte war, aber es treffen sich zwei Menschen, die das Schicksal zusammenführt, nachdem es beide immer wieder übel mitgespielt hat...
Der Schreibstil von Sebastian Haberland fesselt, auch wenn er den Spannungsbogen an sich nicht gross verändert. Man bekommt im Laufe des Buches eine Idee, auf was es hinauslaufen könnte, aber das ist nicht wirklich schlimm, weil die Geschichte so schön verpackt ist, dass es nicht schlimm ist, dass man den Ausgang in etwa erahnen kann. 
Etwas schade ist, dass das Buch so kurz ist, die Idee der Geschichte hätte durchaus mehr Seiten füllen können, weil der Schreibstil zum durch die Seiten fliegen anregt und man nach der Geschichte das Gefühl hat, dass nicht alles beantwortet werden konnte, aber das regt natürlich auch zum Nachdenken  über das Gelesene an. 
 
Fazit:
Eine tolle Geschichte mit Tiefgang, die auch sicher noch mehr Seiten hätte füllen können und die einfach einfach nicht mehr los lässt, weil sie einfach schön und gleichzeitig traurig ist.